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Retinitis pigmentosa: Elektrostimulation kann Krankheitsverlauf verlangsamen

Autor: root 12.09.2018

Gerne zitieren wir aus dem Newsletter des Bayrischen Blinden- und
Sehbehindertenbunds "BBSB-Inform" vom 27.12.17 über dieses interessante Thema:

"Die Klinik für Augenheilkunde der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main
ist ein neues Kompetenz- und Therapiezentrum für Menschen, die an Retinitis pigmentosa
(RP) leiden.
In einer Spezial-Sprechstunde für degenerative Netzhauterkrankungen wird nun die
Transkorneale Elektrostimulation (TES) angeboten. Diese bietet Betroffenen die Chance,
dass sich ihr Krankheitsverlauf verlangsamen lässt.
In Kooperation mit der Reutlinger Retina Implant AG, die innovative RP-Therapien entwikelt,
können Patienten mit einem ausreichenden Restsehvermögen, sich hier informieren und
erste Untersuchungen durchführen lassen.

Für Menschen, die infolge der seltenen degenerativen Netzhauterkrankung Retinitis pigmentosa
ihr Augenlicht verlieren, gibt es wenige Behandlungsangebote.
Ein von der Retina Implant AG entwickelter Therapieansatz eröffnet
RP-Patienten jedoch die Möglichkeit, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen:
die Transkorneale Elektrostimulation (TES).
Durch Elektrostimulation werden mehrere so genannte neuroprotektive Wachstumsfaktoren
aktiviert, die einen zellerhaltenden Effekt in der Netzhaut bewirken.
Die Therapie kann mithilfe des RI OkuStim® Systems nach einer sachkundigen
Einweisung an einem der bundesweit 17 Kompetenzzentren zu Hause angewendet werden.
Neuerdings erfolgt diese Einweisung durch geschulte Ärzte auch an der Klinik für Augenheilkunde
des Universitätsklinikums Frankfurt am Main. Dr. med. Lubka Naycheva,
die bereits als Ärztin in Tübingen erste Studien zur TES begleitet hatte,
leitet das neue Kompetenzzentrum und bietet im Rahmen ihrer Spezial-Sprechstunde
für degenerative Netzhauterkrankungen die Therapie an.
Die TES-Therapie, deren Wirksamkeit in klinischen Studien belegt wurde ist eine Chance für
die Behandlung von RP-Patienten mit Restsehvermögen, erklärt die Ophthalmologin.
Nach Erstuntersuchung, Diagnose und weiteren Kontrolluntersuchungen hier im Kompetenzzentrum
können die Patienten die Therapie selbstständig zu Hause durchführen.
Bei Bedarf leisten wir Hilfestellung, stellen die Geräte ein
und stehen immer als Ansprechpartner zur Verfügung.

Kontakt für Patienten:
Klinik für Augenheilkunde
Universitätsklinikum Frankfurt
Dr. med. Lubka Naycheva
Theodor-Stern-Kai 7
60590 Frankfurt am Main
Telefon: +49 (0) 151 17 19 18 29
Mailto:Lubka.Naycheva@kgu.de

Ihr BBSB-Inform"

Wir danken den Kolleg/Innen aus Bayern!

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